Konfliktmanagement / Mobbing

Mobbing gehört zu den Phänomenen, denen erst seit einigen Jahren vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl es dieses sicherlich schon immer in unterschiedlich ausgeprägten Formen gibt.

Nach einer Untersuchung des Sozialwissenschaftlers Heinz Leymann läuft “jede vierte Person Gefahr, zumindest einmal während ihres Berufslebens ein halbes Jahr lang Mobbingopfer zu sein” (1993, S.84). Die Folgen sind hierbei sowohl für das Individuum als auch für den Betrieb folgenschwer.

Die Auswirkungen von Mobbing sind für die Betroffenen gravierend

Im schlimmsten Fall ergibt sich aufgrund von psychischen und physischen Erkrankungen die Arbeitsunfähigkeit. Es ist daher notwendig, den Konfliktprozess rechtzeitig zu erkennen und zu beenden. Dafür bedarf es oftmals der Unterstützung von außen, um die im Unternehmen herrschenden Kommunikationsformen und individuellen Bedürfnisse zu klären.
Gemeinsam gilt es, konstruktive Strategien und Möglichkeiten für eine wertschätzende Zusammenarbeit zu erarbeiten.

“Unter Mobbing ist eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz zwischen Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen zu verstehen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßens aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.”

Leymann, Der neue Mobbing-Bericht, Hamburg 1995